Titel 1 Pyramiden
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Ägypten, Teil 1:Die Pyramiden:

Wenn Sie die Übersicht und den Text der neuen Version
Die Pyramiden und Tut-anch-Amun 
( ab Anfang 2003) haben wollen, kommen Sie hier zu diesen Informationen

Vergleich Cheopspyramide mit Kölner Dom 1. Pyramiden bei Kairo
Die gewaltigsten Bauwerke der Antike sind die ägyptischen Pyramiden. Sie wurden vor etwa 4500 Jahren als Grabanlagen der Pharaone gebaut.
Die berühmtesten stehen ganz nahe bei der ägyptischen Hauptstadt Kairo.
Die größte Pyramide ist die des Pharaos Cheops. Sie hatte eine Höhe von 146 m und eine Seitenlänge von 231 m.
Auch die zweite Pyramide, die Chefren, der Sohn von Cheops, für sich bauen liess, hat eine ähnliche Größe.
Damit sind sie fast so hoch wie der Kölner Dom, dessen Turmspitzen 160 m erreichen. Sie sind aber länger und ihr Rauminhalt ist auch größer als die 3000 Jahr später gebaute Kirche. Für den Bau der Cheopspyramide brauchte man 20 bis 30 Jahre, während der Kölner Dom erst nach 600 Jahren fertiggestellt wurde. Auf der Grundfläche der Cheopspyramide könnten vier Fußballfelder Platz haben.
Schematische Zeichnung des Baus einer Pyramide
 
 
 
 

Kinder ziehen Stein
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2. Der Bau von Pyramiden
Wie die Pyramiden gebaut wurden, weiss man nicht genau. Eine Vermutung ist, dass man die Steine mit einer riesigen Rampe aufschichtete. Diese hätte allerdings über 3 km lang sein müssen.
Vielleicht gab es aber auch Aufwege, die um die Pyramiden führten. Bei dieser Lösung hätten viel mehr Menschen gleichzeitig arbeiten können. 
Die Steine hatten im Durchschnitt eine Größe von über einem Qubikmeter und wogen 2 ½ Tonnen. Sie konnten deshalb nur mit mehreren Männern gemeinsam transportiert werden.
Wie dies möglich ist, zeigen Schüler einer 6. Klasse. Ein LKW bringt einige Steinblöcke zur Schule. 
Obwohl die Steine noch nicht einmal halb so gross sind wie die Pyramidensteine, schaffen es die Kinder nicht, einen Steinblock auch nur einige cm zu bewegen. 
Mit zwei Stöcken als Hebel läßt sich der Stein nur ein wenig hochheben. 
Wird ein längerer Stock verwendet, ist die Kraftanstrengung geringer, der Stein lässt sich jetzt sogar vorwärts rollen.
Ziehen mehrere Kinder an dem aus der Turnhalle geholten Tau, ist die Arbeit noch leichter.
Die Kinder legen jetzt dicke Äste als Rollen unter den Stein. Nun können die Mädchen den Stein sogar ohne Tau verschieben.
Werden aber Tau und Rollen benutzt, ist der schwere Transport sogar ganz leicht. Es muss nur noch darauf geachtet werden, dass das Tau nicht abrutscht und die Rollen rechtzeitig vor den Stein gelegt werden. 
Misst man heute mit modernsten Geräten den Höhenunterschied zwischen den Ecken einer Pyramide, so stellt man fest, dass die unterste Schicht fast ganz waagerecht errichtet wurde. 
Wie dies wahrscheinlich gemacht wurde, zeigt der nun folgende Trickfilm: 
Zunächst wurde ein Netz von Gräbern ausgehoben,
das mit Wasser gefüllt wurde.
Der Wasserrand war nun überall gleich hoch und konnte markiert werden.
Dann wurden die Erhebungen abgetragen und die Gräben zugeschüttet, so dass die Pyramide auf eine ganz ebene Fläche gebaut werden konnte.
Dabei waren bis zu 100.000 Arbeiter gleichzeitig beschäftigt. Der überwiegende Teil davon waren Bauern, die während der Überschwemmungszeiten des Nils nicht auf ihren Feldern arbeiten konnten. 
Früher sahen die Pyramiden noch etwas anders aus als heute. Die treppenförmigen Ränder wurden mit weissen Steinen verkleidet. 
Bei der Chefren-Pyramide sieht man dies noch im oberen Bereich.
Während der Sockel mit roten Granitsteinen verschönert wurde, war die Spitze wahrscheinlich aus Gold.
Zu einer Pyramide gehörten allerdings noch viele andere Gebäude.

Ursprünglich verdeckter Eingang der Pyramide
3. Anlage eines Pyramidenkomplexes
Der tote Pharoa wurde wahrscheinlich mit einem Schiff bis zum Taltempel gebracht.
Auf diesem Weg ging es dann weiter zur Pyramide.
Der Sphinx, eine Löwenfigur mit Menschenkopf, hatte die symbolische Aufgabe, die Pyramidenanlage zu schützen.
Hierzu zählten noch mehrere andere Gebäude, die heute jedoch verfallen sind, sowie zahlreiche Gräber der Verwandten des Pharaos und seiner höchsten Beamten. 
Die Pyramiden wurden exakt nach den Himmelsrichtungen gebaut. Jede Seite zeigt genau nach Norden, Osten, Süden oder Westen. Der Grund hierfür ist in der ägyptischen Religion zu finden.
Im Westen geht die Sonne unter und die Nacht beginnt. Die Nacht wurde mit dem Totenreich gleichgestellt. Tote wurden immer im Westen bestattet. Alle Pyramiden stehen deshalb auch auf der Westseite des Nils.
Weil die Ägypter an ein Leben nach dem Tod glaubten, bekamen die verstorbenen Pharaone wertvolle Schätze mit in ihre Gräber. Sie sollten auch später im Luxus leben können. 
Diese Reichtümer lockten schon im Altertum zahlreiche Grabräuber an und es gelang ihnen, alle Pyramiden auszurauben. 
Die Eingänge der Pyramiden wurden durch viele Steinblöcke getarnt, trotzdem waren sie relativ einfach zu finden, denn sie wurden stets nach Norden gebaut. 
Die Seelen der Toten sollte ja durch diese Ein- bzw. Ausgänge den Weg zum Totenreich finden.
Auch war man bemüht, die Grabkammern möglichst im Zentrum zu bauen. Dies erleichterte den Grabräubern natürlich ihre Suche. Um sie trotzdem zu verwirren, wurden aber Gänge anglegt, die ins Leere führten. Ausserdem gab es zahlreich andere Fallen.

 

Nachbildung der Göttin Selket aus dem Grab von Tut-ach-Amun 4. Die Felsengräber im Tal der Könige
Da die Pyramiden keinen Schutz mehr vor Grabräubern boten, entschloss man sich vor 3500 Jahren, die toten Pharaone in Felsengräbern zu bestatten.
In der Nähe der damaligen Hauptstadt Theben liegt - wieder westlich des Nils - das Tal der Könige.
Man kennt heute 64 Königsgräber, die tief in die Felsen gehauen wurden. Obwohl ihre Eingänge durch Geröll versteckt und das Tal von Priestern bewacht wurde, sind auch diese Gräber alle ausgeraubt worden.
Nur eines blieb bis 1922 unversehrt. Es wurde von dem Archäologen Carter entdeckt. Der hier begrabenen Pharao Tut anch Amun lag in vier Goldsärgen und hatte riesige Mengen Goldschmuck und andere Kostbare Dinge in sein Grab mitbekommen.
Obwohl Tut anch Amun ein unbedeutender Herrscher war - er starb bereits mit 17 Jahren - war der Reichtum seiner Grabbeigaben so gewaltig, dass im Museum in Kairo mehrere Räume allein mit seinen Schätzen gefüllt sind.
  Laufzeit: 10 Minuten

 
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Letzte Bearbeitung: 17.11.2003